HTL ST. PÖLTEN

Von der ECER an der HTL St. Pölten zur GCER in den USA

Nach der erfolgreichen European Conference on Educational Robotics an der HTL St. Pölten bereitete sich das St. Pöltner Team AXHT 3085/3 auf die Weltmeisterschaft „Botball“ in Oklahoma (USA) vor. Es galt die erweiterten Regeln der GCER optimal umzusetzen. Das bedeutete: Ein neuer Roboter musste konstruiert und programmiert werden. Hunderte weitere Vorbereitungsstunden später brach das Team in Begleitung von Marc Prantl und Johannes Tomitsch in die USA auf

Die Sicherheitskontrollen an den Flughäfen sind mit den Robotern immer wieder spannend, verliefen aber reibungslos. Mit dem Mietauto gings über einen Zwischenstopp bei der Restaurantkette Buc-ees , die ein Gefühl gibt wie groß alles in den USA ist, nach Norman im Bundesstaat Oklahoma.

Für optimale Vorbereitung ist auch der eigene Gametable in der Unterkunft essentiell. Also ab zum Baumarkt, um alles Notwendige zu besorgen. Ein paar Stunden später steht der Table und die Roboter können weitere getestet werden. Nochmals zwei intensive Vorbereitungstage bevor am Dienstag der erste offizielle Trainingstag anstand.

Dienstag, 14. Juli

Ein Tag im Zeichen des Trainings an den sechs offiziellen Wettbewerbstischen. Die meisten Runs laufen sehr gut. Beeindruckend ist die große Wettbewerbshalle im Hilton Embassy Suites Hotel. Am Abend startete die GCER mit der offiziellen Eröffnungszeremonie.

Mittwoch, 15. Juli

Die Seedings sind die Qualifikation für die Double Elimination Matches, die an den letzten beiden Tagen ausgetragen werden. In drei Runs müssen möglichst viele Punkte erzielt werden. Die beiden höheren Scores werden gemittelt und ergeben den Seeding-Rank und somit die Einteilung in vier Gruppen und die Gegnerzuteilung. Nach anfänglich kleinen Unsicherheiten überzeugte das St. Pöltner Team mit einem guten zweiten und einem perfekten dritten Run und dem 2. Platz im Seeding.

Im Double Seeding spielen jeweils zwei Teams auf einem Gametable und greifen somit teilweise gemeinsam auf Spielobjekte zu. In insgesamt fünf Durchgängen werden alle Runs gemittelt. Am Mittwoch wurden die ersten beiden Double Seeding Runden durchgeführt. AXHT 3085/3 lag am Abend knapp hinter dem kalifornischen Team Los Altos 399 auf dem zweiten Platz.

Donnerstag, 16. Juli

Der Donnerstag war etwas unglücklich. Vieles was bei hunderten Trainingsläufen geklappt hatte, funktionierte nicht mehr. Gemittelt über die fünf Double-Seeding-Runden erzielte das St. Pöltner Team den 3. Platz. Bis in die Nacht hinein optimierten die Schüler an den Roboter und brachten sie wieder auf die richtige Spur.

Freitag, 17. Juli

Freitag war aus Sicht des Botball-Bewerbs ein reiner Trainingstag für das St. Pöltner Team. Aufgrund ihres guten Seeding-Scores erhielten sie in der ersten Runde eine Wildcard.

Dennoch war es ein aufregender Tag. Die Schüler Tobias Madlberger (Informatik) und Matthias Greil (Elektronik und Technische Informatik) präsentierten das Ergebnis von über einem Jahr Arbeit. In der Präsentation zu ihrem Paper „IMU Calibration and Orientation Estimation on the Wombat Educational Robot“ zeigten sie die Umsetzung von Orientierung am Gametable mit Hilfe von Sensordaten. Das ermöglicht erstmals eine genaue Orientierung am Gametable mit dem Wettbewerbs-Controller. Auch hier demonstrierten die Schüler ihre Fähigkeit mit unerwarteten Ereignissen zurechtzukommen. Denn genau während ihrer Präsentation fiel der Beamer aus. Souverän meisterten sie den Vortrag ohne technische Unterstützung.

Samstag, 18. Juli

Am Samstag standen die restlichen Spiele der KO-Phase an. In den Double Elimination Matches musste das St. Pöltner Team gegen zwei unterschiedliche Teams aus den USA antreten, die über Nacht eine Strategie entwickelt hatten, um unsere Roboter bei der Ausführung ihrer Aufgaben zu behindern. Vieles wurde im Vorfeld bedacht. So waren die Roboter des St. Pöltner Teams beispielsweise in den ersten Spielen deutlich schneller bei den wesentlichen Spielobjekten oder die optimale Konstruktion und Platzierung des Roboters verhinderte ein Verschieben von ihm und den Spielobjekten. Die gegnerische Strategie funktionierte zwar nur zu ca. 50% der Zeit, doch genau bei den entscheidenden Runs gegen AXHT 3085/3 konnten sie unsere Roboter so weit behindern, dass sie die Durchgänge für sich entschieden und uns frühzeitig aus dem Bewerb werfen. Beachtlich war, dass trotz dieser Behinderung die Roboter in der Lage waren, die restlichen Aufgaben perfekt zu erledigen.

Overall über das Seeding, Double Seeding, Double Elimination und Documentation ergab sich dadurch der 4. Platz.

Ergebnisse

Das Team der HTL St. Pölten kann auf eine erfolgreiche Wettbewerbswoche zurückblicken:

  • 2. Platz im Seeding
  • 4. Platz Overall in der stärksten Gruppe und somit auch von allen Teams
  • Großartiger Einsatz
  • Internationale Freundschaften

Mitglieder des Teams AXHT 3085/3

  • Matthias Greil (4BHELS)
  • Thomas Gruber (4AHELS
  • Simon Kanzian (4YHMBA)
  • Tobias Madlberger (5BHIF)
  • Mario Scholze (2BHELS)

Unser Dank gilt unseren Unterstützern:

  • Amt der NÖ Landesregierung - Abteilung Wissenschaft und Forschung
  • ecoplus - Mechatronik Cluster
  • Sparkasse Nö Mitte West AG
  • Concircle
  • Wirtschaftskammer NÖ
  • OK Automation GmbH
  • Würth Handelsges.m.b.H.
  • X-WORKS software GmbH
  • KEBA Group AG
  • HTL St. Pölten
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