Wirkungsweise des leerlaufenden Trafos

In diesem Betriebszustand befindet sich ein Transformator, wenn seine Sekundärwicklung nicht belastet ist. Ist dies der Fall, so stellt der Trafo für das Versorgungsnetz einen Verbraucher in Form einer Drosselspule mit Eisenkern dar. Die Kenndaten dieser Drosselspule sind demnach mit denen der Primärwicklung des Trafos ident.

Legen wir nun an die Primärwicklung eine Wechselspannung,

so ist die Stromaufnahme der Wicklung durch die Forderung bestimmt, daß die angelegte Spannung durch eine zeitliche Flußschwankung das Gleichgewicht gehalten werden muß.

Das heißt, die Primärspannung errechnet sich in jedem Augenblick und auch bei Drehstromtransformatoren in jedem der drei Stränge wie folgt:

Aus der Formel geht hervor, daß die Primärspannung proportional der Flußänderung ist und auch die Windungszahl N1 als proportionaler Faktor in die Berechnung eingeht.

Um die obige Gleichung zu erfüllen, muß sich bei sinusförmiger Spannung ein um eine Viertel Periode zeitlich veränderlicher Fluß (Sinus) einstellen. (Siehe Sinusverlauf)