Freie Magnetisierung eines Drehstromtrafos

 

Ein Trafo muß zur Erzeugung eines zeitlich sinusförmigen Flusses einen Magnetisierungsstrom
mit einer netzfrequenten Grundschwingung und ungeradzahligen Oberschwingungen aufnehmen.

Bei der Magnetisierung von Drehstromtrafos haben die 3. Oberschwingung und ihre ungeradzahligen Vielfachen (9.OW, 15.OW) eine gegenseitige Phasenverschiebung von 3*120°=360°=0°
d.h.: Sie sind in allen drei Wicklungssträngen gleichphasig.

Die durch drei teilbaren Oberschwingungen im Magnetisierungsstrom einer Sternschaltung
können sich nicht zu Null addieren und benötigen deswegen einen Rückleiter.

D.h.: Es muß entweder ein Neutralleiter bei primärseitiger Sternschaltung ausgeführt sein, oder eine Dreieckwicklung als interne Ausgleichswicklung vorhanden sein, in der die Stromoberschwingungen als Kreisstrom fließen können.